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Work Life Balance – ein geschlechtsspezifisches Phänomen?

Eine Frau in Teilzeit, die sich zusätzlich um die Kinder kümmert und ein in Vollzeit arbeitender Mann gehören zu einem längst überholten Rollenbild. Gemäß dieser „klassischen Rollenverteilung“ war man lange Zeit der Meinung, dass überwiegend Frauen viel Wert auf einen Ausgleich zwischen Familie, Beruf und Privatleben legen. Männer hingegen würden nach Karriere streben und sich eher weniger intensiv mit einer ausgewogenen Work-Life-Balance befassen.

Eine Studie der Bain & Company Deutschland bestätigt die Überholung dieser Rollenbilder: nahezu gleich viele Frauen und Männer erachten eine ausgewogene Work-Life-Balance als wichtige Komponente im Leben.

Work-Life-Balance Männer und Frauen

Wunsch nach Work-Life-Balance bei Männern und Frauen

Für die Studie der Bain & Company wurden 1.500 junge MBA-Studierende und Absolventen bezüglich der Work-Life-Balance Thematik befragt. Das wohl zentralste Ergebnis ist, dass ungefähr gleich viele Frauen und Männer nach dem Studium ihrem Leben außerhalb der Arbeit eine höhere Wichtigkeit zuschreiben wollen als dem beruflichen Aufstieg. Work-Life-Balance ist somit nicht mehr ein geschlechtsspezifisches Phänomen, sondern fester Bestandteil der Lebensplanung junger weiblicher und männlicher Akademiker.

Darüber hinaus wünschen sich beide Geschlechter die Möglichkeit, eine berufliche Auszeit einlegen zu können ohne dadurch großartige Nachteile zu erfahren. Elternzeit ist somit zum Beispiel auch kein typisch weibliches Phänomen mehr, sondern wird heutzutage oft sowohl von Frauen als auch Männern in Anspruch genommen.

Work-Life-Balance wird von beiden Geschlechtern angestrebt, stellt aber auch für beide Seiten eine große „Angst“ da. Ungefähr 40% der weiblichen und männlichen Befragten gaben an, den Kompromiss zwischen Karriere und anderen Prioritäten als größtes Hindernis nach ihrem Abschluss zu sehen.

Des Weiteren widerlegt die Studie geschlechtsspezifische Stereotype dadurch, dass viele männliche Befragte angaben, im Laufe der Karriere ein soziales Projekt verwirklichen zu wollen und „etwas Positives im Beruf zu bewirken“ wichtiger sei als hohes Gehalt oder Prestige.

Konsequenzen für Arbeitgeber

Laut der Bain & Company Studie ergeben sich aus den Befunden auch Konsequenzen für Arbeitgeber. Um den Ansprüchen junger potenzieller Arbeitnehmer gerecht zu werden, sollten sich Unternehmen zum Beispiel mit der Möglichkeit flexiblerer Arbeitszeiten für Frauen und Männer auseinandersetzen. Außerdem sei die Schaffung von Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen von großem Belangen. Beide Geschlechter streben eine ausgewogene Work-Life-Balance an und verfolgen ähnliche Ziele, sodass eine Bevorzugung männlicher Arbeitnehmer als längst überholt gelten sollte.

Beschäftigen auch Sie sich mit einem Ausgleich zwischen Beruf- und Privatleben? Haben Sie eventuell noch keine passende Lösung gefunden? Kommen Sie gerne auf uns zu, wir beraten Sie bezüglich Ihrer Möglichkeiten zu einer besseren Work-Life-Balance. Unser Konzept umfasst professionelle haushaltsnahe Dienstleistungen, die Sie neben Beruf und Alltag entlasten.