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Wann Stress positiv sein kann – und wann nicht

Positiver Stress

Stress ist in unserer heutigen Gesellschaft ebenso verbreitet wie gefürchtet: im April 2018 ergab eine Studie der pronova BKK, dass sich ganze 87 Prozent der Menschen in Deutschland gestresst fühlen. Sogar jeder zweite ist im Glauben, vom Burnout bedroht zu sein. Als Hauptgrund für Stress geben die Befragten ständigen Termindruck (34 Prozent) an, als weitere gewichtige Gründe werden Überstunden und schlechtes Arbeitsklima (je 29 Prozent) genannt. Fast neun von zehn Deutschen fühlen sich außerdem von Ihrer Arbeit im Allgemeinen gestresst.

Wer an Stress denkt, der denkt automatisch auch an Druck, teils schwerwiegende gesundheitliche Folgen und ein dumpfes Gefühl der Last. Es gibt zahllose Ratgeber, die die Vermeidung von Stress anpreisen und vor den Folgen warnen. Cafés geben sich beispielsweise Namen wie „Auszeit“, es gibt extra Entspannungs-Tees und Kurse, die dem Stressabbau dienen sollen – der Stress wird an allen Fronten unseres alltäglichen Lebens bekämpft. Allerdings, so das Ergebnis zahlreicher Studien, kann er unter gewissen Voraussetzungen auch positive Seiten haben. Doch Stress ist nicht gleich Stress: grundsätzlich muss dabei zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden werden.

Aktuer vs. dauerhafter Stress

Akuter Stress liegt als Reaktion auf einzelne, zeitlich begrenzte Situationen vor. Er ist sogar lebensnotwendig – früher sorgte er dafür, dass der Körper für Fluchtversuche oder Ähnliches auf Hochtouren kam. Bei einer Studie an der Universität Freiburg wurden Probanden akutem Stress ausgesetzt. Vom Resultat war man einstimmig überrascht: Die Teilnehmer zeigten unter Stress nicht – wie zuvor angenommen worden war – ein aggressiveres, sondern vielmehr ein sozialeres Verhalten, als jene in der Kontrollgruppe.

Negativer Stress

Verantwortlich dafür ist das (recht unbekannte) Stresshormon Oxytocin. Im Gegensatz zum sehr bekannten Cortisol, einem Stresshormon, dass für zahlreiche negative gesundheitliche Folgen verantwortlich sein kann, hat Oxytocin eher positive Effekte. Dadurch erhielt es die durchaus bemerkenswerte Bezeichnung als Kuschel-, Treue- oder Orgasmushormon. Außerdem regt es unsere sozialen Instinkte an und bringt uns dazu, nach Unterstützung zu suchen, wenn wir uns in Stresssituationen befinden. Es senkt sogar den Blutdruck, beschleunigt körperliche Heilprozesse und hilft beanspruchten Herzzellen bei der Regeneration. Der Krebsforscher Firdaus Dhabhar von der Universität Stanford bestätigte darüber hinaus, dass akuter Stress zu geringerer Krebsanfälligkeit beiträgt und die Immunabwehr stärkt. Auch aus dem Sportbereich ist allgemeinhin bekannt, dass Stress die Leistungsfähigkeit unseres Körpers positiv beeinflussen kann.

Dem gegenüber steht der dauerhafte Stress. Er nämlich entsteht, wenn Vielzahl, Dauer und Intensität von (negativen) Reizen in unserem alltäglichen Leben ein gewisses Pensum übersteigen. Und er kann in der Tat teils ernste, gesundheitliche Folgen nach sich ziehen; die Apotheken Umschau zählt unter anderem Herz- und Kreislauferkrankungen, Beschwerden im Magen- und Darmtrakt, ein schwaches Immunsystem, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und viele weitere als Folgen auf.

Die persönliche Einstellung zu Stress spielt eine Rolle

Allerdings kommt es auch bei den Folgen von dauerhaftem Stress erheblich auf weitere Aspekte an. Die Wirkung von Stress, wie eine Studie der University of Wisconsin herausfand, hängt vor allem stark von der persönlichen, subjektiven Bewertung des Stresses ab. Auch Markus Heinrichs von der Stressambulanz am Institut für Psychologie der Universität Freiburg erklärt in einem Artikel des Tagesspiegels, es sei ein grundsätzlicher Denkfehler, Stress für gut oder schlecht zu erklären. Stress könne beides, heilen und schaden. Es wird klar: vor allem kommt es darauf an, wie wir über Stress denken. Wer ihn also als sehr negativ ansieht, wird allem voran seine schädliche Wirkung zu spüren bekommen. Wer ihn hingegen auch als Chance betrachten kann, der kann davon sowohl körperlich, wie auch geistig profitieren. Der Schlüssel ist also ein möglichst konstruktiver Umgang mit Stress.

Und dennoch: es gibt Situationen, in denen der Stress Überhand gewinnt, ohne, dass wir uns dagegen wehren können. Hier setzt das Konzept von stressfrei an. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Sie im Alltag durch haushaltsnahe Dienstleistungen zu entlasten, indem wir Ihnen nach Bedarf genau das abnehmen, was sie stresst.
Lesen Sie hier mehr über unser Portfolio und kontaktieren Sie uns gerne – unser Anspruch ist es, eine Lösung auch für Sie zu finden.

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